[Blogparade] Selbstmotivation – Was ist das?

Der Martin hat mir mal wieder einen Paradestock zugeworfen, der mich ziemlich hart am Kopf getroffen hat.

Da ich momentan durch die USA reise, habe ich nur unregelmäßig die Muße, einen Beitrag zu posten. Oder kann mich nicht richtig aufraffen. Deshalb ist dieses Thema eigentlich perfekt für mich. Hier mal eine kleine Chronologie, zur Anschauung meiner Selbstmotivation:

5. August 2013:  Die Blogparade „Was willst du in deinem Leben unbedingt noch alles machen?“ endet. Mein Beitrag ist eingereicht, wird verlinkt und man plaudert per Kommentar noch mit ein paar anderen Bloggern.

7. August 2013: Fleißig, wie er eben ist, startet der Martin die Parade „Meine Tipps für mehr Selbstmotivation

8. – 13. August 2013: Ich überlege mir, ob ich mitmachen soll und was ich als Unbeteiligter dazu sagen könnte.

13. August 2013: Martin stößt mich per Mail an, ob mich das Thema nicht interessiert. Tut es.

19. August 2013: Ich raffe mich auf, etwas zu schreiben. Weiß nicht, wann es fertig wird.

Eigentlich sollte das ja schon reichen, oder? Und eigentlich habe ich das Thema schon gründlich in Ein Lob der Faulheit behandelt.

Ich weiß nicht, woher das kommt, dass ich so stinkfaul bin. Es mag damit zu tun haben, dass ich nie was für die Schule tun musste, nie gefordert war und deshalb auch nicht von Grund auf gelernt habe, mich für irgendwas aufzuraffen. An meiner Erziehung kann es eigentlich nicht liegen, vielleicht ist es auch einfach zu einem gewissen Teil veranlagt.

Fakt ist, dass es mir sehr schwer fällt, mich zu etwas zu motivieren. Ich erledige vieles gerne auf den letzten Drücker, was nicht selten auch schiefgeht. Dann ärgere ich mich, nehme mir vor, es nächstes Mal besser zu machen und lieg dann doch wieder im Bett und denke: Nur noch 5 Minuten…

Um diese Schwäche auszugleichen, habe ich mir ein paar psychologische Tricks angeeignet. Mein Freundeskreis weiß inzwischen, dass sie Verabredungen mit mir eine halbe Stunde früher festsetzen, damit ich genug Zeit habe, um zu spät zu kommen. Auch innerlich setze ich Fristen einfach früher an, damit ich Luft zum Überziehen habe. Große Aufgaben teile ich in kleine Häppchen mit Pausen ein und manchmal stelle ich mir einen Wecker, damit ich die Zeit nicht vergesse, die ich zum Beispiel am Computer verbringe.

Beruflich hatte ich nie Probleme, irgendwelche Fristen einzuhalten, da ist die Motivation schon gegeben, weil mich meine Berufe interessieren und mir Spaß machen. Und ich weiß, dass es etwas wichtiges ist, was ich zu erledigen habe. Die Problematik liegt also darin, was ich selbst für wichtig erachte. Daran arbeite ich und werde besser. Es hilft mir ungemein, wenn ich einen geregelten Tagesablauf habe, bestimmte Schemata einhalten kann und wenn mir ab und zu jemand auf die Finger haut. Das alles hilft mir. Und ich beneide die Menschen, die aus einer schier unermüdlichen Quelle der Motivation schöpfen und die Dinge zeitnah regeln. Hut ab!

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3 Kommentare zu “[Blogparade] Selbstmotivation – Was ist das?”

  1. Hallo Pirmin,

    das kenne ich. Nicht vor all zu langer Zeit habe ich auch alles auf den letzten Drücker erledigt. Mittlerweile schaffe ich es aber besser, nicht immer alles aufzuschieben. Doch bei manchen Sachen, die mir sehr unangenehm sind, hab ich immer noch meine Schwierigkeiten. Dass das aber nur Veranlagung ist, glaub ich nicht. Sonst hätte ich mich ja gar nicht verbessern können 🙂

    Viel Spaß noch in den USA!

    Liebe Grüße
    Martin

    1. Hallo Martin,

      Ich bin ja auch dabei, mich zu verbessern. Ich glaube, dass diese Einstellung stark damit zusammen hängt, wie stark das auch gefordert wurde in der Kindheit. Aber es ist gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht 🙂

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